Zwei Personen fahren mit zwei Kanus auf einem See.

C3G und pIC-MPGN: Diagnose und Verlauf

Wie werden C3G und primäre IC MPGN diagnostiziert?

Wie werden C3G und primäre IC‑MPGN diagnostiziert?
Bei Menschen mit Anzeichen und Symptomen einer Nierenfunktionsstörung kann eine Reihe diagnostischer Untersuchungen erforderlich sein1.

Das mag nach vielen Tests klingen, aber sie sind entscheidend, um eine klare und genaue Diagnose zu stellen. Manche Patientinnen und Patienten haben Angst vor der Nierenbiopsie – das ist eine normale Reaktion auf einen invasiven Eingriff, doch sie ist die einzige verlässliche Methode, um C3G oder primäre IC‑MPGN sicher zu diagnostizieren.2 Diese Klarheit stellt sicher, dass Sie die richtige Versorgung erhalten und ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittener Behandlungsplan erstellt werden kann.

Anamnese und körperliche Untersuchung

Erfassung von Symptomen, Familienanamnese und möglichen Grunderkrankungen.

Urin- und Blutuntersuchungen

Nachweis von Proteinurie (Eiweiß im Urin) und Hämaturie (Blut im Urin).

Nierenbiopsie

Beurteilung struktureller Veränderungen in der Niere sowie von Ablagerungen des Komplementsystems oder von Immunkomplexen.

Genetische Untersuchungen und Komplement-Diagnostik

Aufdecken von Auffälligkeiten im Komplementsystem, die zur Nierenschädigung beitragen können.

Bei primärer IC‑MPGN

Zusätzliche Tests zum Ausschluss sekundärer Ursachen und zugrunde liegender Erkrankungen.

Haben C3G und primäre IC MPGN einen zunehmend schweren Verlauf?

Ja. Beide Erkrankungen sind chronisch progredient (fortschreitend) und können, wenn sie unbehandelt bleiben, zu irreversiblen Schäden führen. Die gute Nachricht: Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine rechtzeitige Behandlung und damit einen individuell abgestimmten Versorgungsplan.3

Bis zu etwa 50 % der Menschen mit C3G oder primärer IC‑MPGN entwickeln innerhalb von 10 Jahren nach der Diagnose ein Nierenversagen. Dies erfordert eine Dialyse oder eine Nierentransplantation.1

Welche Selbstmanagement-Schritte kann ich unternehmen?⁴

1

Sprechen Sie mit Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem Arzt über mögliche Anpassungen der Ernährung und welche Form der körperlichen Aktivität für Sie am besten geeignet ist.

2

Kümmern Sie sich um Ihr seelisches Wohlbefinden, indem Sie mit Familie oder Freundinnen/Freunden sprechen. Wenden Sie sich auch an Ihre lokale Patientenorganisation. Wenn Sie mehr Unterstützung brauchen oder neue Bewältigungsstrategien erlernen möchten, ziehen Sie Gespräche mit einer geschulten Beraterin/einem geschulten Berater oder einer Selbsthilfegruppe in Betracht.

3

Vereinbaren Sie regelmäßige Kontrolltermine bei Ihrer Nephrologin/Ihrem Nephrologen und besprechen Sie neue Anzeichen, Symptome oder Anliegen – genau dafür ist Ihr Behandlungsteam da.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen nicht die individuelle medizinische Beratung. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihr Behandlungsteam.

1 Bomback, A.S., Charu, V., and Fakhouri, F. (2025) Challenges in the Diagnosis and Management of Immune Complex-Mediated Membranoproliferative Glomerulonephritis and Complement 3 Glomerulopathy. Kidney International Reports, 10(1), pp. 17-28.
2 Hogan J.J., Mocanu M., Berns J.S. (2016). The Native Kidney Biopsy: Update and Evidence for Best Practice. Clin J Am Soc Nephrol.;11(2):354-362. doi:10.2215/CJN.07480715.
3 Caravaca-Fontán, F., Toledo-Rojas, R., Huerta, A. et al. (2025). Comparative analysis of proteinuria and longitudinal outcomes in immune complex membranoproliferative glomerulonephritis and C3 glomerulopathy. Kidney International Reports. In press: www.sciencedirect.com/science/article/pii/S246802492500049X
4 RKNet - C3G and IC-MPGN (2025). Available at: www.erknet.org/patients/yourkidneydisease/c3g-ic-mpgn/disease-information